NBA 2K19 in der Kritik: 2K übertreibt es mit Mikrotransaktionen

Vor wenigen Tagen hat der zu Take-Two gehörende Publisher 2K die Basketballsimulation NBA 2K19 veröffentlicht. Diese steht nun wegen ihrer Mikrotransaktionen massiv in der Kritik.

Wir alle sind uns doch sicher einig, dass Geld etwas Gutes ist. Nicht in seiner generellen Natur, doch ist es immer besser, Geld zu haben, als kein Geld zu haben. Eine Überzeugung, die auch diverse Videospielentwickler und -Publisher teilen. Dabei gibt es heute dank der großen weiten Welt des Internet viel mehr Möglichkeiten, auch tatsächlich Geld mit Spielen zu verdienen. Das verrät bereits ein Blick auf das von Rockstar Games geschaffene Open World-Spiel GTA 5, welches 2013 veröffentlicht wurde und zu den bestverkauften Spielen aller Zeiten zählt. Trotz des Alters erwirtschaftet das Spiel bis heute Unmengen an Dollar für Rockstar und deren Mutter Take-Two Interactive. Und das alleine durch Mikrotransaktionen. Diese sind vor allem für Free-to-Play-Spiele oft die größte und einzige Einnahmequelle, sind aber genug, um zum Beispiel mit Fortnite 300 Millionen US-Dollar zu erwirtschaften. Für die meisten Spieler ist das kein Problem, vor allem wenn nur kosmetische Dinge gekauft werden können. Rockstar-Schwester 2K möchte es mit NBA 2K19 allerdings offenbar ganz genau wissen und wird dafür scharf kritisiert.

Denn in der Basketballsimulation NBA 2K19 sind die Mikrotransaktionen keine Randerscheinung, mit der sich der Publisher ein paar Dollar extra verdienen möchte, sie sind das Zentrum des Spiels, bei dem es sich wohlgemerkt um einen Vollpreistitel handelt. Wie Kritiker berichten werdet ihr im Spiel an jeder möglichen Stelle mit Kaufaufforderungen und Werbung für die Mikrotransaktionen zugeschüttet, so dass es sich wie ein Free-to-Play-Spiel anfühlt, welches euch kopfüber hält um euch das Pausengeld aus der Tasche zu schütteln. Bei den Kaufoptionen handelt es sich dabei nicht nur um kosmetische Items, sondern ebenso um diverse Pay-to-Win-Optionen. Bereits im vergangenen Jahr wurde 2K stark von Presse und Spielern kritisiert und war gezwungen, einige Kaufoptionen herauszupatchen, mit NBA 2K19 wurden jedoch die Karten neu gemischt und sogar noch mehr Optionen im Spiel eingepflegt. Wer sich weigert, sich seinen Fortschritt mit Geld zu kaufen, wird einem Grind ausgesetzt, der für ein Vollpreisspiel nicht mehr feierlich ist.

Pay-To-Win für den Singleplayer in NBA 2K19

Betroffen ist dabei nicht einmal der Multiplayer- sondern der offline stattfindende Karriere-Modus. Hier startet ihr mit einem Rookie, mit dem ihr an die Spitze des Basketballs gelangen könnt. Für eure Leistungen werdet ihr mit virtuellem Geld entlohnt, wovon ihr euch wiederum besseres Equipment und Kleidung, aber eben auch Upgrades der Spielerwerte kauft. Im Detail bedeutet das, ihr könnt nicht in besseren Teams oder Ligen spielen, wenn ihr nicht genug virtuelles Geld investiert. Und hier stellt euch das Spiel vor eine unmoralische Wahl: Entweder ihr nehmt den harten Grind auf euch, oder kauft euch einfach mit echtem Geld an die Spitze durch. NBA 2K19 lässt gibt euch also die Möglichkeit zum Pay-to-Win – in einem Singleplayermodus. Beschrieben wird dies von Kritikern als „kommerzielle Hölle“. Hinzu komme schamlose Werbung für diverse Unternehmen, die über normale Sportwerbung hinausgeht und sich zum Beispiel in gesponserten Pausenshows wiederspiegeln.



Beachtlich ist, dass sich 2K der eigenen Geldgier bewusst ist und Spieler sogar noch auffordert, sich für Lootboxen in Belgien stark zu machen. Zuletzt verteidigten die Verantwortlichen die Mikrotransaktionen damit, dass die Spieler selbst daran die Schuld tragen, da diese immerhin das Geld ausgeben. Die Spieler hätten die Spiele so gemacht, wie sie heute sind, einschließlich der Mikrotransaktionen. Das abseits der Smartphones kaum andere Spiele mit Pay-to-Win für einen Singleplayer existieren, war dem Publisher aber offenbar nicht bekannt. NBA 2K19 wurde am 7. September für PC, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch veröffentlicht.

Quelle: Kotaku

Meine Meinung: Mikrotransaktionen wie in NBA 2K19, die irgendetwas anderes als kosmetische Items bieten oder nicht ebenso in Windeseile durch Spielfortschritte verdient werden können, gehören verboten. Das ist einfach nur noch traurig und es ist am schlimmsten, dass es tatsächlich Spieler gibt, die ihr Geld dafür ausgeben. Was sagt ihr zu den Mikrotransaktionen in NBA 2K19?

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