Studie: Machen Videospiele doch aggressiv?

Wie eine neue Studie behauptet, besteht nun doch ein direkter Zusammenhang zwischen Videospielen und der Gewaltbereitschaft der Spieler. Vorweg, jeder von uns, der bereits einmal ein Videospiel spielte, insbesondere mit anderen menschlichen Spielern, der wei├č, dass der Rage sehr schnell kommen kann. Dazu braucht es nicht einmal gewaltt├Ątige Spiele wie Mortal Kombat, sondern manchmal auch scheinbar harmlose Titel wie Age of Empires 2 HD (Siehe dieser Clip) oder Mario Kart 8. Bisherige Studien legten aber nahe, dass Videospiele nicht nur intelligent machen, sondern gar das Gewaltpotenzial senken k├Ânnen. Grund ist, dass die Agression in der Regel nicht nur durch ein Spiel ausgel├Âst, sondern auch in diesem direkt ausgelassen werde. Spieler gehen nicht auf die Stra├če und verpr├╝geln andere Menschen, weil sie zum Beispiel in Call of Duty verloren haben und ihre M├╝tter von 13 Jahre alten Tennies beleidigt wurden. Zudem w├╝rden einer anderen Studie zufolge durch Videospiele sogar kriminalit├Ątsraten gesenkt, da die ohnehin gewaltbereiten Menschen dadurch von der Stra├če weggehalten werden. Offenbar gibt es nun aber eine neue Studie, die genau das Gegenteil der bisherigen Analysen behauptet. Verantwortlich ist eine Studie, beziehungsweise genaugenommen eine Meta-Analyse, der National Academy of Sciences mit 17.000 Probanden zwischen 9 und 19 Jahren in den Jahren 2010 bis 2017. Dort wurde festgestellt, dass das Spielen von brutalen Games die physische Aggression mit der Zeit steigere. Hintergrund der Analyse sind 24 Studien aus verschiedenen L├Ąndern, darunter den USA, Deutschland, Kanada und Japan. Es wurde festgestellt, dass junge Menschen, die Videospiele mit gewaltt├Ątigem Inhalt spielen, mit der Zeit ein h├Âheres Risiko haben, selbst gewaltbereites Verhalten an den Tag zu legen. Laut Jay Hull, dem Autor der Studie, sei dies zwar ein relativ kleiner Einfluss, aber statistisch messbar. Eine der analysierten Studien war von Hull selbst und kam zu dem Ergebnis, dass Spieler von solchen Spielen eine verdoppelte Chance haben, wegen K├Ąmpfens mit Mitsch├╝lern zum Schulleiter geschickt zu werden. Auf die Frage, ob solche Games tats├Ąchlich gewaltt├Ątig machen, m├Âchte er aber keine klare Antwort geben. Stattdessen wird betont, dass es zumindest eine M├Âglichkeit ist. Eine andere M├Âglichkeit ist, dass es ein sehr schlechtes Zeichen ist, wenn das eigene Kind solche Spiele spielt. Entweder wird das Beurteilen von Gut und B├Âse negativ beeinflusst, oder aber eine bereits schlechte Einsch├Ątzung von Gut und B├Âse f├╝hre dazu, dass die Jugendlichen von solchen Titeln angezogen werden. Als Eltern solltet ihr aber in beiden F├Ąllen besorgt sein. Nicht einverstanden mit der Studie ist hingegen die Entertainment Software Association, die Videospiel-Lobby der USA, die auch f├╝r die Organisation der E3 verantwortlich ist. Dort hei├čt es, dass der US Supreme Court, f├╝hrende medizinische Experten und diverse Studien klargestellt haben, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen brutalen Spielen und der Gewaltbereitschaft der Spieler gebe, zumindest nicht in diese Richtung. Tats├Ąchlich seien Gewalttaten seit den 90er Jahren drastisch zur├╝ckgegangen, w├Ąhrend die Anzahl der Gamer stetig steige. Zudem werden dieselben Videospiele, die in den USA gespielt werden, auch im Rest der Welt gespielt, wo es keinen ├Ąhnlichen Trend in Gewaltverbrechen gebe, wie es die Autoren der Studie behaupten. Quelle: USA Today Meine Meinung: Ich denke, die Studie geht an den Fakten vorbei. Ich selbst wei├č, dass Videospiele aggressiv machen, aber es passiert viel zu selten, dass daraus tats├Ąchlich physische Gewalt gegen andere Menschen entsteht. Aus dem gleichen Grund sind ÔÇ×KillerspieleÔÇť auch niemals f├╝r Amokl├Ąufe verantwortlich. Verurteilt nicht Millionen von Spielern wegen einem Idioten. Was sagt ihr zu den Ergebnissen dieser neuen Studie? Ihr wollt Readyplay unterst├╝tzen? Versucht es doch mal mit unseren Affiliate-Links f├╝r MMOGA (Link) und Amazon (Link). Ihr zahlt keinen Cent mehr, und wir erhalten eine kleine Provision. Vielen Dank im Voraus.

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