2K: Studio möchte, dass ihr euch für Lootboxen stark macht

In der aktuellen Debatte um Lootboxen, die mittlerweile mancherorts als Glücksspiel gelten und verboten wurden, hat sich jetzt auch das zu Take-Two gehörige Studio 2K eingemischt. Mit einer absurden Forderung.

Wir alle haben es schon einmal getan. Wir alle haben uns schon einmal über einen kostenpflichtigen Zusatzinhalt für ein Spiel beschwert. Sei es aufgrund des Preises, des Inhalts oder aber der Tatsache, dass überhaupt DLCs, oder schlimmer noch Mikrotransaktionen, angeboten werden. Die wohl umstrittenste Form der Mikrotransaktionen sind dabei wohl die Lootboxen, wie es sie in diversen Spielen gibt und gab. Ob Overwatch, Gwent oder Battlefield 4, in all diesen Spielen ist es möglich, quasi eine Wundertüte für echtes Geld zu kaufen und darin kosmetische- oder auch gameplayrelevante Items zu finden. Die Preise für solche Lootboxen können dabei in recht hohe Bereiche gehen, während deren Inhalt in den meisten Fällen wirklich keinen Wert hat. Und weil viele Spieler bereit sind, mehrere Hundert Euro für Skins auszugeben, die sie bereits doppelt und dreifach haben, nur für die Chance, vielleicht doch diese eine Karte oder diesen einen Waffenaufsatz zu erhalten, musste die Politik einschreiten. So wurde spätestens mit Star Wars Battlefront 2 vor allem in der EU eine Diskussion um Lootboxen losgetreten, die als Glücksspiel eingestuft werden können – und mittlerweile auch wurden. So haben die Niederlande und Belgien diese Wundertüten nun als Glücksspiel verboten und auch andere Länder könnten mit Verboten oder Einschränkungen nachziehen. Das führt auch bei 2K Games zu einer gewissen Angst – und einer absurden Forderung.

Denn wie 2K, die Macher von Spielen wie NBA 2K19 (ein Titel, der solche Lootboxen enthält), in einem aktuellen Interview fordert, solltet ihr als Spieler aktiv das Verbot von Lootboxen verhindern. Die Entwickler haben sich öffentlich bereits gegen das Verbot und die damit verbundene Einschränkung der Spieler in Belgien ausgesprochen und geht nun noch einen Schritt weiter. Demnach sollen die Spieler, wenn sie denn Lootboxen mögen, an die Regierungen ihrer Regionen und Länder herantreten und darlegen, wie toll diese Form der Mikrotransaktionen doch ist. „Kontaktiert eure lokalen Regierungsvertreter und kommuniziert eure Meinung“, so der Wortlaut von 2K. Insbesondere sind hier die belgischen Spieler angesprochen, die dafür kämpfen sollen, dass die MyTeam-Packs auch für echtes Geld gekauft werden können, anstatt dass sie nur mit Ingame-Währung erspielt werden. Warum genau die Spieler diese Variante bevorzugen und die Möglichkeit von Pay to Win kämpfen sollen, bleibt jedoch offen. Tatsächlich entsteht oft der Eindruck, dass die Spieler froh sind, wenn es solche Möglichkeiten nicht gibt.

Ob 2K mit diesem Aufruf auf Gehör stößt und die belgische Regierung ebenso wie den Rest der Welt von den Vorteilen der Lootboxen überzeugen kann, und davon, dass es kein Glücksspiel ist, bleibt abzuwarten. In Deutschland wird der Umgang mit Lootboxen noch diskutiert, ohne ein klares Ergebnis. Frankreich und Großbritannien kamen zuletzt zu dem Schluss, dass es sich bei den Mikrotransaktionen nicht um Glücksspiel handele.

Quelle: PCGamesN

Meine Meinung: Ich hasse gekaufte Lootboxen und kann nicht verstehen, was genau 2K da eigentlich denkt. Tatsächlich werden solche Angebote von den wenigsten Spielern genutzt und es ist ohnehin kaum etwas Gutes darin. Würdet ihr für die Forderung von 2K kämpfen?
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